DAS ISLANDPFERD

Im neunten Jahrhundert  verliessen norwegische Bauern ihre Höfe und traten eine Reise mit ihren Booten über das Meer an, in der Hoffnung, neues Land zu entdecken. Neben Vieh und Hausrat hatten die Wikinger auch ihre kleinen, stämmigen Pferd mit in die neue Heimat genommen. Im Laufe des letzten Jahrtausend hat sich das Wikingerpferd dem rauhen Klima und der kargen Landschaft angepasst. Daher stammt auch die Robustheit und die Trittsicherheit dieser Pferderasse.

Mit 130 bis 145 cm Widerristhöhe und einem Gewicht von 320 - 380 kg ist das Islandpferd ein massives, harmonisch gebautetes Pferd mit kräftigem Knochenbau. Ihr Charakter ist mutig, stolz und freundlich, teilweise sehr temperamentvoll, lauffreudig und arbeitswillig.

Die isländische Pferderasse verfügt über mehr Fellfarben als andere Pferderassen:

Füchse, Braune und Rappen, dazu Windfarben sowie Falben, Isabellen und viele Grautönungen. Über 100 verschiedene Farbschattierungen kommen vor. Die wachsamen und lebhaften Augen, das üppige Langhaar macht es zu einer besonderen Schönheit.

Die Robustpferde lieben den Kontakt zu den anderen Artgenossen und werden deshalb nur in Herdenverbänden, meist in Offenställen, gehalten. So fühlen sie sich wohl und können ihren angeborenen Bewegungsdrang stillen.

Das Besondere am Islandpferd sind die zwei zusätzlichen Gangarten Tölt und Rennpass.

Durch ihre Vielseitigkeit bereiten die Isländer den Menschen jeder Alterstufe viel Freude und Spass sowie viele unvergessliche Reiterlebnisse.